Seltene Rückenmarkserkrankungen

Es gibt seltene Ursachen für eine Syringomyelie, die natürlich auch auftreten können, ohne dass eine Syringomyelie daraus resultiert. Eine Syringomyelie muss andererseits auch immer von anderen seltenen Erkrankungen des Rückenmarks abgetrennt werden. So muss in der Regel ein seltener Tumor des Rückenmarks davon abgegrenzt werden. Hier gibt es gutartige Tumore, die nach einer Operation praktisch geheilt sind. Es gibt aber auch bösartige Tumore, die nicht zu heilen sind. Daneben gibt es auch Gefäßfehlbildungen (durale AV-Fistel, Hämangioblastom), die operativ gut zu therapieren sind, häufig jedoch in der Diagnostik sehr schwer zu erkennen sind.

Es gibt daneben wassergefüllte dünnste Zysten im Rückenmarkskanal, die eine Syringomyelie verursachen können. Diese Zysten kommen aber auch in seltenen Fällen ohne eine Syringomyelie vor und können allein durch einen Druck auf das Rückenmark zu Symptomen führen und auch unter Umständen operiert werden.

Derartige Zysten die das Rückenmark nach vorne verdrängen müssen bei der Diagnostik unterschieden werden von einer sogenannten Rückenmarksherniation. Hierbei besteht eine Lücke in der Rückenmarkshaut und das Rückenmark hängt durch diesen Schlitz durch und wird praktisch eingeklemmt. Dies kann häufig nur durch eine Operation behoben werden.

Hier ist auch das festgewachsene Rückenmark zu nennen, das sogenannte Tethered-cord-Syndrom, das selbst bereits Symptome machen kann, aber auch eine Syringomyelie verursachen kann, die wieder andere Symptome verursacht.



Intradurale Arachnoidalzyste ohne Syrinx