Wissenswertes

Neu:  Langfristiger Heilmittelbedarf
Heilmittelkatalog 2017

Kurze Wege zur Diagnose für Menschen mit seltenen Erkrankungen


Menschen, die an einer seltenen Erkrankung leiden, haben oft einen langen und leidvollen Weg hinter sich, bis die Diagnose gestellt wurde. Diese Odyssee dauert auch heute durchschnittlich 6 Jahre. Die Gründe hierfür sind vielfältig: unspezifische Symptome, die möglicherweise auch unterschiedliche Organsysteme betreffen, aber auch fehlende Kenntnisse über seltene Erkrankungen und Zeitmangel spielen im Alltag eine Rolle.

Die Erfahrungen Betroffener mittels Fragebogen stärker für die Diagnosefindung nutzbar zu machen, ist eine Innovation niedersächsischer Wissenschaftler, um die Herausforderung einer schwierigen Diagnose zu meistern. Hierfür setzen sie  Verfahren aus dem Bereich der „künstlichen Intelligenz“ ein, um damit spezifische Muster in großen Datenmengen zu erkennen. Dabei müssen Betroffene ohne Diagnose nur einen Fragebogen mit 53 Fragen beantworten. Das Antwortmuster wird mit einem bestehenden Datensatz verglichen und der Computer kann dem Arzt den Warnhinweis liefern, ob das Muster „typisch“ für einen Menschen mit seltener Erkrankung ist. Diese Initiative hatte eine Förderung der Robert Bosch Stiftung erhalten.

Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Mehr als 1.700 Menschen haben den Fragebogen bereits beantwortet. Der Computer erkennt in dieser Kohorte mit ca. 90% iger Sicherheit das Antwortmuster eines Menschen mit seltener Erkrankung. Heute ist das Verfahren noch nicht reif für den Routine-Einsatz. Aber das Team aus Informatikern, Pflegenden und Ärzten arbeitet daran, diese innovativen und unterstützenden Verfahren kontinuierlich weiter zu verbessern und so auch eines Tages „alltagstauglich“ werden zu lassen. So wie das Navi uns durch schwierigen Verkehr führen kann, sollen die Fragebogen Ärzten helfen, den Weg zu einer seltenen Krankheit zu finden.

Sie können den Fragebogen unter http://imdiagnostics.com/selten ansehen und beantworten. Das Passwort lautet „selten“. Ihr Engagement hilft, dieses Instrument weiter zu verbessern.

 

Kontakt: PD Dr. Lorenz Grigull, Email: lorenz.grigull@improvedmedicaldiagnostics.com

 


NEU: Kurkuma: Würzen mit Heilwirkung

von Gastbeitrag von Dr. Michael Spitzbart, Chefredakteur von Dr. Spitzbarts Gesundheits-Praxis

Lieber Leser,

leuchtend gelb kommt sie daher, die Kurkuma – eine Wurzel, die eigentlich zu den Ingwergewächsen gehört. Die knallgelb-orangene Farbe bekommt sie von ihren ätherischen Ölen, die reichlich in ihr enthalten sind.

In unseren Breitengraden ist Kurkuma vor allem als Inhaltsstoff von Curry bekannt. Leider, so möchte ich sagen. Denn das Gewürz wird dadurch auf das Verfeinern von Speisen reduziert – und kann doch so viel mehr.

Ein Gewürz für Ihre Gesundheit

In Indien wird Kurkuma schon immer „solo“ eingesetzt. Nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch, weil es so viele positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit hat. Und nach und nach setzt sich diese Kenntnis auch bei westlichen Medizinern durch. Denn Kurkuma hat neben seiner vielfältigen Wirkung bei unzähligen Gesundheitsbeschwerden noch einen großen Vorteil: Es hat kaum Nebenwirkungen.

Achtung: Leiden Sie an Erkrankungen der Gallenblase, sollten Sie vorsichtig mit Kurkuma sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob das Gewürz für Sie geeignet ist! (Das gilt auch, wenn Sie Kurkuma in Kapselform einnehmen wollen).

Bringen Sie Ihre Verdauung in Schwung

In den letzten Jahren sind die Erkenntnisse über die Wirkung von Kurkuma von Indien zu uns in den Westen gelangt. Kurkuma wird bei uns zum Beispiel bei Verdauungsproblemen eingesetzt. Der Grund: Es wirkt entkrampfend, steigert die Produktion von Gallenflüssigkeit und hilft dadurch, Ihnen die Verdauung von Speisen zu erleichtern. Zudem kann das Gewürz verdauungsbedingte Beschwerden wie Sodbrennen, Verstopfung und Durchfall, Magenkrämpfe oder Blähungen verringern.

Kurkuma kann aber noch mehr – es wird in Indonesien vor allem bei Atemwegserkrankungen angewandt. Als Forscher diese Anwendungen im Labor untersucht haben, stellten sie fest, dass sich das Gewürz in Tierversuchen positiv auf Mukoviszidose auswirkt. Auch ließen sich lindernde Wirkungen bei Leberproblemen nachweisen.

Diese 7 positiven Auswirkungen hat Kurkuma auf Ihre Gesundheit

Auch wenn Kurkuma sicherlich kein Wundermittel ist, dass Ihnen sämtliche Krankheiten vom Leib hält, hat es doch einige positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit:

Kurkuma heilt keine Krebserkrankung!

Eines kann Kurkuma aber nicht, auch wenn es immer wieder behauptet wird: Krebs heilen. Zwar verlangsamt das Gewürz das Tumorwachstum, es ist aber kein Heilmittel und kein Ersatz für eine Krebstherapie. Je nach Einzelfall kann es aber empfehlenswert sein, ein Kurkumapräparat zur Unterstützung der Krebstherapie mit einzunehmen.

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Einige Betroffene interessiert es evtl. ob eine Magnetfeldtherapie bei an Syringomyelie Erkrankten etwas ausrichten kann.

Hierzu eine Info:

Leider kann die Magnetfeldtherapie nichts gegen den eigentlichen Syringomyelieschmerzen ausrichten, da diese aufgrund einer Zerstörung der Nervenzellen des Rückenmarks ausgelöst wird.

Das heißt, dass durch die Syrinx der Tractus spinothalamicus unterbrochen wird, der Ausläufer des Thalamus, welcher im Hirn für die Schmerz- und Temperaturempfindung zuständig ist.

Eine Magnetfeldtherapie kann absolut nichts gegen das Vorhandensein einer Syrinx ausrichten. Außerdem ist eine Magnetfeldtherapie sehr kostenintensiv und muß vom Patienten selber bezahlt werden.

Hingegen können muskuläre Verspannungen (durch Fehl- / Schonhaltung und deren Schmerzen) gut mit einer Magnetfeldtherapie behandelt werden.



Syringomyelie ist bei den Krankenkassen unter G95.0G mit einem sogenannten ICD10 Schlüssel gelistet.

Hydromyelie ist mit dem Diagnoseschlüssel Q06.4 gelistet.

Mit diesem Diagnoseschlüssel könnte man eine Verordnung für Physiotherapie / Krankengymnastik erhaltenrstanden



Übersicht über alle speziellen Untersuchungen am 3 Tesla-MRT, u.a. Liquorflussmessung in Phasenkontrasttechnik bei Syrinx.

Empfohlene Untersuchungen bei Erstdiagnosen Syrinx:
MRT Schädel, HWS/BWS/LWS incl. KM-Gabe u.
Liquorflussmessung.

Informationen als PDF-Dokument




"Was hab' ich?" ist eine gemeinnützige Initiative von jungen Medizinstudenten und Ärzten die Arzt und Patient auf Augenhöhe bringen will. Nicht vestandene Befunde werden allgemeinverständlich erklärt. Die Initiative arbeitet unabhängig und ist nicht gewinnorientiert.

https://washabich.de


Checkliste für den Arztbesuch (aktuelle Tipps und Infos für Betroffene)

www.patienten-universitaet.de


NEU: Multimodale Schmerztherapie in der Erler-Klinik Nürnberg

Erler-Klinik Nürnberg



Schmerzambulan
z am Klinikum St. Marien in Amberg hat den Betrieb aufgenommen

Infos:
  Tel.:     09621 - 38 15 97
  E-Mail: schmerztherapie@klinikum-amberg.de


PRTS Schmerzbehandlungsmethode

In der Uniklinik Magdeburg wird die periradikuläre Infiltrationstherapie gegen Schmerzen durch Prof. Skalej (Neuroradiologe) mit sehr guten Resultaten durchgeführt.

neurochirurgie@uni-magdeburg.de

Ingolstadt: Modellprojekt „GOINakut“ soll Notaufnahmen und ärztlichen Bereitschaftsdienst entlasten

Informationen als PDF-Dokument

MBSR

Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Die Pflegestufen werden nun durch fünf Pflegegrade ersetzt. Die Pflegegrade dienen zur Bewertung einer zu pflegenden Person.

Diese neuen Pflegegrade wurden zum 01.01.2016 für alle pflegebedürftigen Personen festgelegt.

Mit den Pflegegraden geht eine immense Verbesserung der zu beurteilenden Patienten einher. Es kann wesentlich genauer festgestellt werden wie hoch die persönlichen Pflegebedürfnisse des einzelnen Patienten sind. Außerdem werden die Personen, die andere pflegen nicht mehr nur finanziell unterstützt, sondern sie bekommen auch zielgeführte Tagesstrukturen erklärt, die mit fachkundigem Personal besprochen werden können.
 


Die neue Übergangspflege der gesetzlichen Krankenkassen: Auch häusliche Pflege gibt es nun außerhalb der Pflegeversicherung.

Patienten, die nicht pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung sind, aber nach einem Krankenhausaufenthalt für  einige Wochen Pflege benötigten, fanden lange niemanden, der das bezahlte. Das ist nun anders. Dafür sorgen neue Regeln zur Übergangspflege in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Versicherte können eine Haushaltshilfe erhalten, wenn die „Weiterführung des Haushalts wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten OP oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht möglich ist“, heißt es im Gesetz. Der Anspruch besteht nur, wenn keine andere in der Wohnung lebende Person den Haushalt führen kann.

Die Haushaltshilfe muss bei der Krankenkasse beantragt werden – unter Beilage einer ärztlichen  Erforderlichkeitsbescheinigung. Im Antrag soll der Grund des Bedarfs an Haushaltshilfe enthalten sein, der Umfang des Unterstützungsbedarfs und die voraussichtliche Dauer der Hilfe. Über den Antrag auf eine Haushaltshilfe entscheidet die zuständige Krankenkasse schriftlich per Bescheid. Eine Haushaltshilfe wird für bis zu vier Wochen gewährt.
Die Leistungen, auf die die Betroffenen Anspruch haben, sind weitgehend identisch mit denen der Pflegeversicherung. Es gibt Hilfe bei der Körperpflege, bei der Nahrungsaufnahme, beim Aufstehen, Anziehen, Toilettengang sowie hauswirtschaftliche Hilfen (Einkaufen, Putzen).

Die Leistung kann vom behandelnden Krankenhaus für bis zu sieben Tage verschrieben werden. Danach ist eine weitere Verschreibung durch den behandelnden Arzt des oder der Versicherten notwendig.